Lohnsteuerabzug bei kurzfristiger Beschäftigung minimierbar

Mit dem permanenten Lohnsteuer-Jahresausgleich ab 2018 mehr Geld in der Tasche

 

Saisonale Personalengpässe lassen sich mit kurzfristig beschäftigten Arbeitnehmern überbrücken. Eine Beschäftigung ist kurzfristig, wenn sie von vornherein auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt ist und nicht berufsmäßig ausgeübt wird oder das Entgelt 450 Euro im Monat nicht übersteigt. Nicht berufsmäßig ausgeübt werden kurzfristige Beschäftigungen neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung oder zwischen Schulabschluss und Studienbeginn. Kurzfristige Beschäftigungen sind in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei. Der Arbeitgeber hat lediglich Unfallversicherungsbeiträge sowie die Umlagen zur Sozialversicherung und zum Insolvenzgeld zu entrichten. Lohnsteuerpflicht besteht allerdings.

Lohnsteuerpauschalierung möglich

Bei kurzfristigen Beschäftigungen, die höchstens 18 zusammenhängende Arbeitstage ausgeübt werden und bei denen der Arbeitnehmer je Arbeitstag durchschnittlich nicht mehr als 72 Euro verdient, kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer pauschal mit 25 % des Arbeitsentgelts zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer erheben. Übernimmt der Arbeitgeber die Steuer, kann der Arbeitnehmer seinen Lohn brutto für netto vereinnahmen.

Permanenter Lohnsteuerausgleich zulässig

Sind die Voraussetzungen für die Pauschalierung nicht erfüllt, ist das Arbeitsentgelt nach den persönlichen Lohnsteuerabzugsmerkmalen zu versteuern. Das führt oft zu einem hohen Lohnsteuerabzug, denn der Lohn der kurzfristigen Beschäftigung wird auf einen Jahreslohn hochgerechnet. Mit dem sogenannten permanenten Lohnsteuer-Jahresausgleich kann das vermieden werden. Dadurch wird ein kurzfristig hoher Lohn auf einen längeren Zeitraum umgelegt, was zu einem geringeren Lohnsteuerabzug führt. Ab 2018 wird der permanente Lohnsteuer-Jahresausgleich neu geregelt. Dann ist er bei unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen Arbeitnehmern auch zulässig, wenn:

  • das Beschäftigungsverhältnis nicht längerfristig besteht,
  • zusätzlich eine Hauptbeschäftigung ausgeübt wird,
  • die zeitlich befristete Tätigkeit maximal 24 aufeinander folgende Arbeitstage dauert,
  • das Einkommen aus der Nebentätigkeit nach Steuerklasse VI besteuert wird und
  • der permanente Lohnsteuer-Jahresausgleich beim Betriebsstättenfinanzamt beantragt wird.

Beispiel

Eine Servicekraft jobbt während ihres Urlaubs im August auf einem Volksfest. Sie verdient 4.000 €. Davon werden 1.338 € Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag einbehalten, denn der Berechnung wird ein Jahresverdienst von 48.000 € zugrundegelegt. Ein Ausgleich könnte erst mit der Jahressteuererklärung erfolgen. Mit dem permanenten Lohnsteuer-Jahresausgleich kann der einmalig erzielte hohe Lohn auf mehrere Monate umgelegt werden. Mit 739 € würden deutlich weniger Steuern einbehalten.

Arbeitgeber hat Dokumentationspflichten

Der Arbeitnehmer muss dem Arbeitgeber seine Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID) und die Höhe der Löhne, die er im laufenden Jahr aus anderen Nebenbeschäftigungen erhalten hat, mitteilen. Andererseits muss der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer darauf hinweisen, dass er eine Steuererklärung abzugeben hat. Dieser Hinweis ist zu dokumentieren und mit den Auskünften des Arbeitnehmers (Steuer-ID und andere Löhne) zum Lohnkonto zu nehmen.

(Stand: 21.08.2017)

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